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Projekt F2: Futteraufnahmerate

Titel Wurde der Gigantismus bei Sauropoden durch extreme Futteraufnahme ermöglicht? Erkenntnisse aus Fütterungsversuchen und Morphometrie des Mauls.
Leiter Dr. Patrick Steuer
Co-Leiter Dr. Jürgen Hummel
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In Rekonstruktionen der Biologie und Ökologie der Sauropoden sind die Futteraufnahmeraten immer als wichtiger Faktor angesehen worden. Tiere sind in ihrer Futteraufnahme unter anderem durch ihre Futteraufnahmekapazität limitiert. Sauropoden vereinen eine einzigartige Kombination der möglichen Einflussfaktoren in sich (Körpergröße, Nicht-Kauen und die Maulgröße). Die Futteraufnahmerate wird beeinflusst durch Bissgröße und Abbeißrate. Um eine Abschätzung der Futteraufnahmeraten der Sauropoden abgeben zu können, wird diese Studie Daten von verschiedenen rezenten Tierklassen generieren (Säugetiere, Vögel und Reptilien). Zu diesem Zweck wird ein Fütterungsversuch mit einigen Tieren der verschiedensten Körpermassen und Klassen durchführt werden, unter anderem mit Elefanten, Nashörnern, Nilpferden, Straußen, Gänsen, Schildkröten und Leguanen. Alle Tiere erhalten eine definierte Menge an Futter und es wird ermittelt, wie viel Zeit das Tier benötigt, um eine Mahlzeit aufzunehmen (Futteraufnahmerate) wie viel es mit einem Bissen (Bissgröße) aufnimmt, wie oft es diesen Bissen kaut (Kaurate) und wie viele Bissen es für die aufgenommene Menge Futter benötigt (Abbeißrate). Man betrachtet die Maulgröße als bedeutenden Einflussfaktor der Futteraufnahmerate und aus diesem Grund werden Maullängen und -weiten an Museum-Schädeln aller untersuchter Tierarten und einiger Sauropodenschädel vermessen. All diese Faktoren werden dann mit den Körpergewichten verglichen. Neben der Möglichkeit, das Futteraufnahmeverhalten der Sauropoden dadurch besser zu verstehen, ermöglichen die generierten Daten Rückschlüsse auf die Biologie und Ökologie der Sauropoden.

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