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Projekt A2: Fortpflanzungsbiologie

Titel Brutbiologie der titanosauriden Sauropoden im Vergleich mit riesenwüchsigen Anuren: der Zusammenhang zwischen Gigantismus und r-Strategie
Leiter Prof. Dr. Wolfgang Böhme
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Das Projekt gilt der Brutbiologie der Sauropoden im Vergleich mit einem rezenten Modellorganismus. Wie fossile Eier von Titanosauriern und ihr geologischer Kontext zeigen, legten Sauropoden eine sehr große Zahl kleiner Eier, betrieben aber keine Brutpflege. Das Ziel des Projektes ist deshalb, die Brutbiologie der Sauropoden zu quantifizieren und mit rezenten Formen zu vergleichen, die ebenfalls Gigantismus mit einer derartigen Fortpflanzungsstrategie verbinden. Parameter, die abgeschätzt werden sollen, sind relative Gelegegröße, Schlüpflingsgröße, Adultgröße und die Verhältnisse dieser Größen zueinander. Die Datenbasis stammt aus früheren Geländeuntersuchungen in Nordspanien.

Der moderne Modellorganismus, der (relativen) Gigantismus mit einer reproduktiven r-Strategie verbindet, ist der Goliathfrosch (Conraua goliath) aus dem tropischen Westafrika. Wir wollen die kaum bekannte Brutbiologie dieses größten Frosches der Welt in einer Feldstudie untersuchen und sie mit der kleinerer Conraua-Arten aus dem gleichen Lebensraum vergleichen, die weniger stark r-selektiert sind, um den Zusammenhang zwischen Körpergröße und Brutbiologie zu verstehen. Da Conraua goliath akut gefährdet ist, ist die Kenntnis ihrer Brutbiologie von besonderer Wichtigkeit.

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