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Projekt B3: Atmung

Titel Funktionsmorphologische Prüfung der hypothetischen Struktur des Atmungssystems der Sauropoden
Leiter Prof. Dr. Steve Perry
Mitarbeiter/in Dr. Jonathan Codd, Thomas Breuer
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Dank ihrer phylogenetischen Position zwischen Krokodilen und Vögeln ist es möglich, auf einen Mindestkonsens für die Lungenstruktur aller Archosaurier zu schließen. Zusätzliche Information aus der vergleichenden Embryologie, der Paläontologie und der Funktionsmorphologie sowie die Betrachtung der physikalischen Sachzwänge werden benutzt, um die wahrscheinliche Lungenstruktur der Dinosaurier einzugrenzen. Das vorliegende Projekt hat zum Ziel, die hypothetische Lungenstruktur bei Sauropoden mindestens ansatzweise zu testen. Prosauropoden und Theropoden sowie basale Ornithischier werden als fossile und Strauße und Krokodile als rezente Außengruppen benutzt. Die Haupthypothese ist, dass die Sauropoden besondere respiratorische Eigenschaften besassen, die es ihnen ermöglichten, eine hohe konstante Stoffwechselrate zu erzielen.

Das Projekt benutzt relevante Daten zur Atmungsmechanik, um Hypothesen über den Lungenbauplan zu testen. Zunächst wird die Bewegungsmöglichkeit der Rippen von echtem Fossilmaterial und nicht von montierten Skeletten geschätzt. Wir gehen davon aus, dass eine stark lateral orientierte Bewegungsbahn der Rippen auf flexible Lungenbereiche hindeutet. Ferner wird die Beschaffenheit der Intercostalmuskulatur anhand der fossilisierten Sehnenansätze dieser Muskeln festgestellt. Diese Information gibt über die Eigenelastizität der Lunge und damit über den Lungenbautyp bzw. das evtl. Vorhandensein von Luftsäcken Auskunft.

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