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Projekt R1: Gigantismus und Oviparie

Titel Erstellung eines Modells der Lebenszyklen von Sauropoden bzgl. der Fortpflanzungsabnahme: die Verbindung zwischen Gigantismus und Oviparie
Leiter PD Dr. Eva Maria Griebeler, Prof. Dr. P. Martin Sander
Mitarbeiter/in Jan Werner
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In diesem Projekt prüfen wir zwei Hypothesen zur Evolution des Gigantismus bei Sauropoden. Sie erklären die Begrenzung der Körpergröße mit ökologischen Mechanismen: (1) Die Masse der größten auf einer Fläche lebenden Art ist proportional zu deren Größe, da die pro Tier verfügbaren Ressourcen mit einer Verkleinerung der Fläche abnehmen und damit die auf ihr lebende Population wahrscheinlicher ausstirbt (Burness et al. 2001). (2) Die oviparen Dinosaurier haben eine höhere Fekundität als die viviparen Säuger, wobei diese im Gegensatz zu den Säugern nicht mit zunehmender Körpergröße abnimmt. Dies ermöglicht ihnen über evolutionäre Zeiträume schneller Populationen nach Störungen wiederzuetablieren (Janis & Carrano 1992).

Wir verwenden zum Test der Hypothesen empirische Analysen und Computersimulationen. Eine Erfassung von reproduktionsbiologischen und lifehistory Daten von rezenten, mit den Sauropoden verwandten Gruppen (Amnioten) ermöglicht uns einen Test der beiden Hypothesen für diese, ist aber auch für die Modellvalidierung erforderlich. Die Erhebung der analogen Daten zu Sauropoden ist Voraussetzung für unsere Simulationsstudie, in der wir verschiedene Ausprägungen von Lebenszyklen (bzgl. Reproduktionsbiologie und life-history) hinsichtlich ihrer Überlebensfähigkeit über evolutionäre Zeiträume testen. Diese schließen solche ein, die denen der Amnioten entsprechen, aber auch solche, die realistisch für Sauropoden sind.

Letztendlich wollen wir einen generellen Zusammenhang zwischen der maximalen Körpergröße, der Flächengröße und der Fekundität für Sauropsiden und Sauropoden herleiten.

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